FCC will Verbot chinesischer Technologie ausweiten: Legacy-Geräte jetzt im Fadenkreuz

6

Die Federal Communications Commission (FCC) intensiviert ihre Kampagne gegen chinesische Telekommunikationsgeräte. Ein neuer Vorschlag zielt darauf ab, eine erhebliche Lücke in den bestehenden Sicherheitsvorschriften zu schließen und möglicherweise nicht nur neue Produkte bestimmter chinesischer Hersteller zu verbieten, sondern auch ältere Modelle, die derzeit noch auf dem amerikanischen Markt im Umlauf sind.

Das „Legacy-Lücke“ schließen

Seit 2021 führt die FCC eine „Covered List“ von Unternehmen, die gemäß dem Secure Networks Act als ein nationales Sicherheitsrisiko gelten. Diese Liste umfasst große chinesische Technologiegiganten wie Huawei, ZTE, Hikvision, Dahua und Hytera. Diese Unternehmen sind Haupthersteller von Mobiltelefonen, Sicherheitskameras und Netzwerkhardware.

Allerdings gab es in den bisherigen Regeln eine entscheidende Unterscheidung:
Neue Modelle dieser Unternehmen durften nicht auf den Markt kommen.
Zuvor autorisierte Modelle – Geräte, die bereits die FCC-Zulassung erhalten hatten – durften weiterhin verkauft und importiert werden.

Der neue Vorschlag zielt darauf ab, diese Unterscheidung aufzuheben. Die FCC argumentiert, dass die Sicherheitsbedrohung nicht vom Alter des Geräts abhängt, sondern vom Hersteller selbst. Laut einem FCC-Bericht vom Oktober stellen ältere Modelle abgedeckter Geräte ein „inakzeptables Risiko“ für die Vereinigten Staaten dar, unabhängig davon, wann sie erstmals auf den Markt gebracht wurden.

Ein Muster zunehmender Einschränkungen

Dieser Schritt ist kein Einzelfall, sondern Teil einer umfassenderen, systematischen Anstrengung der Regierung, kritische US-Infrastruktur von chinesischer Technologie zu entkoppeln. Der Grund für diese Beschränkungen ist die seit langem bestehende Besorgnis über den „Hintertürzugang“ – die Möglichkeit, dass chinesische Unternehmen gezwungen sein könnten, ausländischen Geheimdiensten Zugang zu sensiblen Daten zu gewähren, die über ihre Hardware laufen.

Die jüngsten Regulierungsmaßnahmen zeigen eine klare Richtung:
Drohnen: Im Dezember verbot die FCC die Einfuhr von in China hergestellten Drohnen.
Komponenten: Anfang des Jahres blockierte die Behörde neue Zulassungen für alle Geräte, die Teile enthalten, die von Unternehmen auf der Covered List hergestellt wurden.
Router: Durch eine kürzliche Maßnahme wurde der Verkauf zukünftiger im Ausland hergestellter WLAN-Router effektiv verboten.

Was das für Verbraucher und Unternehmen bedeutet

Sollte der Vorschlag angenommen werden, könnte dies unmittelbare Auswirkungen auf die Lieferkette haben. Die FCC hat einen schnellen Zeitplan für die Umsetzung vorgeschlagen und vorgeschlagen, dass alle Parteien die Import- und Marketingaktivitäten innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten des Verbots einstellen.

Wichtige Erkenntnisse für die Öffentlichkeit:
* Aktuelle Besitzer sind sicher: Das Verbot richtet sich gegen den Verkauf und Import von Hardware; Es wird keine Geräte betreffen, die Amerikaner bereits besitzen und zu Hause oder im Büro verwenden.
* Unterbrechung der Lieferkette: Unternehmen und Verbraucher, die sich bei WLAN-Routern, Telekommunikationsgeräten oder Sicherheitskameras auf bestimmte Marken verlassen, können mit plötzlichen Engpässen oder Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Ersatzteilen konfrontiert sein.
* Gefährdete kritische Infrastruktur: Da Router und Kameras das Rückgrat von Heim- und Unternehmensnetzwerken bilden, zielen diese Verbote darauf ab, die „Einstiegspunkte“ der digitalen Kommunikation zu sichern.

Nächste Schritte

Der Vorschlag kann derzeit bis zum 6. Mai öffentlich kommentiert werden. Nach Ablauf dieser Frist wird die Kommission eine formelle Abstimmung abhalten, um zu entscheiden, ob diese Regeln in das Gesetz übernommen werden sollen.

Der Übergang vom Verbot „neuer“ Produkte zum Verbot „aller“ Produkte bestimmter Hersteller markiert eine deutliche Eskalation der Bemühungen der USA, die heimische digitale Landschaft vor ausländischem technologischen Einfluss zu schützen.

Schlussfolgerung
Indem die FCC auf veraltete Hardware abzielt, strebt sie einen völligen Ausschluss risikoreicher chinesischer Hersteller vom US-Markt an. Dieser Übergang unterstreicht einen Wandel in der nationalen Sicherheitsstrategie von der Verwaltung neuer Technologien hin zur Beseitigung bestehender Schwachstellen in der Lieferkette.