Apple hat in seiner Fotos-App eine leistungsstarke neue Funktion namens „Clean Up“ eingeführt, mit der störende Elemente mit beispielloser Leichtigkeit aus Ihren Bildern entfernt werden können. Mithilfe von Apple Intelligence können Benutzer mit diesem Tool unerwünschte Personen, Objekte oder Fehler aus Fotos auf iPhones, iPads und Macs entfernen. Auch wenn die Ergebnisse nicht immer perfekt sind, ist das Potenzial für eine schnelle und effektive Bearbeitung erheblich – und so funktioniert es.
Das Problem unvollkommener Fotos
Fotos aus der realen Welt passen selten perfekt zusammen. Eine tolle Gruppenaufnahme kann durch einen Fotobomber, ein ablenkendes Fahrzeug oder einfach ein unerwünschtes Objekt im Hintergrund ruiniert werden. Bisher waren für solche Korrekturen komplexe Bearbeitungskenntnisse und spezielle Software erforderlich. Das Clean-Up-Tool von Apple zielt nun darauf ab, diesen Prozess zu rationalisieren und ihn für jedermann zugänglich zu machen. Dies ist eine Reaktion auf die wachsende Nachfrage nach müheloser Inhaltserstellung, da Benutzer sowohl für die Aufnahme als auch für die Bearbeitung von Bildern zunehmend auf Smartphones angewiesen sind.
So funktioniert das Aufräumen: Generative KI in Aktion
Im Gegensatz zu herkömmlichen Retuschierwerkzeugen, die lediglich umliegende Pixel kopieren, nutzt Clean Up generative KI. Das bedeutet, dass die Software die gesamte Szene analysiert und dann neuen Inhalt erstellt, um den Raum zu füllen, in dem ein Element entfernt wurde. Wenn Sie beispielsweise eine Person löschen, die vor einem Baum steht, generiert die KI Blätter und Texturen, die mit dem Hintergrund verschmelzen und dabei sogar Licht und Schatten berücksichtigen. Dies ist ein Fortschritt gegenüber dem bloßen Ausbessern von Unvollkommenheiten; es geht darum, das Bild intelligent zu rekonstruieren.
Das Tool arbeitet in zwei Modi:
1. Automatische Vorschläge: Die App identifiziert potenzielle Ablenkungen (Personen, Fahrzeuge) und markiert sie zur Entfernung.
2. Manuelle Auswahl: Benutzer können einen Kreis um jedes unerwünschte Element zeichnen, um die KI-gestützte Bereinigung auszulösen.
Kompatibilität und Systemanforderungen
Clean Up ist Teil von Apple Intelligence und daher nur auf kompatiblen Geräten verfügbar:
* iPhones: Mit iOS 18.1 oder höher.
* iPads: Mit Prozessoren der M-Serie (und iPad mini mit A17 Pro) mit iPadOS 18.1 oder höher.
* Macs: Mit Prozessoren der M-Serie unter MacOS Sequoia 15.1 oder höher.
Dieser eingeschränkte Zugriff spiegelt Apples schrittweise Einführung seiner KI-Funktionen wider, wobei Leistung und Benutzererfahrung auf unterstützter Hardware Vorrang haben.
Was am besten funktioniert: Konzentrieren Sie Ihre Bemühungen
Tests haben ergeben, dass Clean Up in bestimmten Szenarien hervorragende Ergebnisse erzielt:
* Kleine Ablenkungen: Abfall, Staub oder kleinere Schönheitsfehler werden nahezu makellos entfernt.
* Hintergrundtexturen: Bereiche wie Laub, Gras oder Steine lassen sich aufgrund der Fähigkeit der KI, natürliche Muster zu erzeugen, gut reproduzieren.
* Lens Flare: Kleinere Lichtverzerrungen können leicht korrigiert werden.
* Spärliche Details: Bereiche mit minimaler Komplexität liefern die konsistentesten Ergebnisse.
Allerdings hat das Tool Probleme mit großen Flächen, belebten Szenen mit definierten Merkmalen (z. B. dem Entfernen einer Person von einem überfüllten Wahrzeichen) oder Elementen mit komplexen Reflexionen und Schatten. Der Schlüssel liegt darin, überambitionierte Änderungen zu vermeiden. Fangen Sie klein an und verfeinern Sie es nach Bedarf.
Die Zukunft der KI-gestützten Bearbeitung
Obwohl Clean Up vielversprechend ist, befindet es sich noch in der Entwicklung. Zukünftige Verbesserungen sollten sich auf die Verfeinerung der generierten Inhalte, die Bereitstellung mehrerer Reparaturoptionen (wie Adobe Lightroom) und die Behebung des aktuellen Mangels an iterativer Bearbeitung konzentrieren. Mit der Weiterentwicklung der KI werden Tools wie Clean Up noch leistungsfähiger und verwischen die Grenzen zwischen Fotografie und digitaler Kreation.
Das Clean Up-Tool von Apple stellt einen bedeutenden Schritt hin zu einer intuitiveren und zugänglicheren Fotobearbeitung dar. Trotz seiner derzeitigen Einschränkungen schafft es die Voraussetzungen für eine Zukunft, in der KI unsere visuelle Welt nahtlos erweitert.






























