OpenAI hat ein umfangreiches Update seines Sprachmodells GPT-5.1 veröffentlicht, das Benutzern eine detailliertere Kontrolle über den Ton und das Verhalten von ChatGPT ermöglicht. Die am Mittwoch angekündigten Änderungen zielen darauf ab, den Chatbot anpassungsfähiger zu machen und auf individuelle Vorlieben zu reagieren und gleichzeitig Bedenken hinsichtlich übermäßig angenehmer oder manipulativer KI-Interaktionen auszuräumen.
Zwei neue Modelle: Instant und Thinking
Das Update führt zwei unterschiedliche Modelle ein: GPT-5.1 Instant und GPT-5.1 Thinking. Instant ist für schnelle, unkomplizierte Antworten konzipiert und wird von OpenAI als „wärmer, intelligenter und besser im Befolgen von Anweisungen“ beschrieben. Denken hingegen ist für komplexe Denkaufgaben optimiert. Es wurde entwickelt, um schwierigen Abfragen mehr Rechenleistung (Tokens) zuzuweisen, was zu Antworten mit höherer Qualität führt.
Benutzer müssen nicht ausschließlich auswählen; GPT-5.1 Auto leitet einfachere Anfragen automatisch an Instant und komplexere an Thinking weiter und optimiert so das Erlebnis. OpenAI plant eine schrittweise Einführung, wobei zahlenden Abonnenten Vorrang eingeräumt wird, bevor der Zugriff auf kostenlose Benutzer ausgeweitet wird. Ältere GPT-5-Modelle bleiben für diejenigen, die sie bevorzugen, drei Monate lang verfügbar.
Vereinfachte Persönlichkeitsvoreinstellungen
OpenAI hat seine Persönlichkeitseinstellungen überarbeitet, um die Anpassung leichter zugänglich zu machen. Benutzer können jetzt aus sechs vordefinierten Tönen auswählen:
- Standard: Ein ausgewogener, neutraler Stil.
- Freundlich: Ein herzlicherer, gesprächigerer Ansatz (aktualisiert von der vorherigen Persona „Zuhörer“).
- Effizient: Ein prägnanter, aufgabenorientierter Ton (aktualisiert von „Robot“).
- Professionell: Formell und sachlich.
- Offen: Direkt und ungefiltert.
- Skurril: Verspielt und unkonventionell.
Die Persönlichkeiten Zyniker und Nerd wurden als Zynisch bzw. Nerdig beibehalten. Benutzer können den Ton des Chatbots auch direkt in den Personalisierungseinstellungen optimieren, einschließlich der Emoji-Nutzung.
Warum der Ton wichtig ist
Bei der Fähigkeit, die KI-Persönlichkeit zu kontrollieren, geht es nicht nur um Präferenzen; Es geht um Sicherheit. Ein übermäßig entgegenkommender Chatbot kann ungesunde Verhaltensmuster verstärken oder gefährlich voreingenommene Antworten liefern. OpenAI hat zuvor Aktualisierungen rückgängig gemacht, wenn Benutzer über kriecherische Interaktionen berichteten – wobei die KI übermäßig mit dem Benutzer übereinstimmte, was möglicherweise zu schädlicher Verstärkung führte.
„Die besten Menschen in unserem Leben sind diejenigen, die zuhören und sich anpassen, uns aber auch herausfordern und uns helfen, zu wachsen“, schrieb Fidji Simo, OpenAIs CEO für Anwendungen, in einem Blogbeitrag. „Dasselbe sollte auch für KI gelten.“
Diese Änderungen spiegeln einen breiteren Branchentrend hin zu einer verantwortungsvolleren KI-Entwicklung wider und erkennen an, dass der Ton das Vertrauen der Benutzer und das geistige Wohlbefinden maßgeblich beeinflusst. Das Ziel von OpenAI besteht darin, einen KI-Assistenten zu schaffen, der sich personalisiert anfühlt, aber dennoch konstruktives Feedback gibt und die Fallstricke einer blinden Zustimmung vermeidet.




























