Paramount steigert Übernahmeangebot von Warner Bros. mit 40-Milliarden-Dollar-Unterstützung von Larry Ellison

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Der Kampf um Warner Bros. Discovery (WBD) hat sich verschärft, da Paramount Skydance sein Barangebot erneuert hat, das nun durch eine persönliche Garantie von 40 Milliarden US-Dollar des Oracle-Milliardärs Larry Ellison abgesichert ist. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die jüngste Ablehnung des ursprünglichen Angebots von Paramount zugunsten eines Vertrags mit Netflix durch WBD und markiert die jüngste Eskalation in einem hochriskanten Wettbewerb um die Kontrolle über das traditionsreiche Hollywood-Studio.

Die Einsätze: Warum das wichtig ist

Beim Kampf um WBD geht es nicht nur um Unternehmensfusionen; es signalisiert einen umfassenderen Wandel in der Medienlandschaft. Streaming-Giganten festigen aggressiv ihre Position und streben danach, mehr geistiges Eigentum zu besitzen und die Verbreitung zu kontrollieren. Unabhängig davon, ob er mit Paramount oder Netflix abgeschlossen wird, wird dieser Deal die Art und Weise verändern, wie Filme und Fernsehsendungen produziert und dem Publikum präsentiert werden. Die 40-Milliarden-Dollar-Garantie von Ellison ist bedeutsam, weil sie einen wichtigen Einwand des WBD-Vorstands beseitigt: den Mangel an fester finanzieller Unterstützung.

Das überarbeitete Angebot: Eine direkte Herausforderung für Netflix

Am Montag gab Paramount Skydance das geänderte Angebot bekannt und ging dabei ausdrücklich auf zuvor von WBD geäußerte Bedenken ein. In der Pressemitteilung wurde Ellisons unwiderrufliche Zusage hervorgehoben, die Eigenkapitalfinanzierung bereitzustellen und potenzielle Schäden abzudecken. Dies steht in scharfem Kontrast zum vorherigen Deal mit Netflix im Wert von 82,7 Milliarden US-Dollar, den WBD ursprünglich favorisierte.

Das ursprüngliche feindliche Angebot von Paramount im Wert von 108,4 Milliarden US-Dollar oder 30 US-Dollar pro Aktie war zuvor vom WBD-Vorstand abgelehnt worden, der es für „illusorisch“ hielt. Der Vorstand befürwortete die Vereinbarung von Netflix und verwies auf deren „verbindlichen“ Charakter und die mangelnde Abhängigkeit von unsicherer Finanzierung. Der jüngste Schritt von Paramount, unterstützt durch das Scheckbuch eines Milliardärs, soll diese Skepsis überwinden.

Eine Geschichte der Ablehnung und des anhaltenden Strebens

Dies ist nicht das erste Mal, dass Paramount WBD verfolgt. Wie CNBC im Oktober berichtete, wurden für das Studio bereits drei Übernahmeangebote abgelehnt, bevor Netflix ins Spiel kam. David Ellison, CEO von Paramount Skydance, betonte in der Erklärung vom Montag den überlegenen Wert des Barangebots seines Unternehmens und behauptete, es werde die Produktion von Inhalten, Kinostarts und die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher steigern.

„Unser vollständig finanziertes Barangebot in Höhe von 30 US-Dollar pro Aktie erfolgte am 4. Dezember und ist nach wie vor die beste Option zur Wertmaximierung für die WBD-Aktionäre.“

Fazit: Ein Wartespiel

Der WBD-Vorstand steht nun vor einer kritischen Entscheidung. Sie müssen die Sicherheit des Netflix-Deals gegen das aggressive neue Angebot von Paramount abwägen, das durch eine beispiellose finanzielle Absicherung gestützt wird. Ob der Vorstand es sich noch einmal überlegen wird, ist unklar, aber die Einsätze sind klar: Die Zukunft von Warner Bros. Discovery steht auf dem Spiel. Das Ergebnis wird weitreichende Folgen für Hollywood und die Streaming-Kriege haben, da die Branche weiterhin in immer weniger Händen konsolidiert wird.