Samsung steigert die KI-Integration und zielt dieses Jahr auf 800 Millionen Geräte ab

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Samsung plant, im Jahr 2024 800 Millionen Geräte mit seinen Galaxy AI-Funktionen auszustatten und damit seine KI-fähige Leistung effektiv zu verdoppeln. Die Ankündigung von Co-CEO TM Roh gegenüber Reuters signalisiert den aggressiven Vorstoß des Unternehmens, künstliche Intelligenz in seine gesamte Produktlinie zu integrieren. Bei dieser Erweiterung geht es nicht nur um das Hinzufügen von Funktionen; Es ist eine strategische Antwort auf die wachsende globale Nachfrage nach KI-fähiger Hardware.

Galaxy AI: Kernfunktionen und Verfügbarkeit

Galaxy AI umfasst eine Reihe von Tools zur Verbesserung der Benutzererfahrung, darunter:

  • Kreis zum Suchen: Eine schnelle Möglichkeit, Elemente auf dem Bildschirm zu identifizieren.
  • Live-Übersetzung: Echtzeit-Übersetzung während Telefongesprächen.
  • Schreibassistent: KI-gestützte Hilfe beim Verfassen von Texten.
  • Generative Bearbeitung: Tools zum Ändern und Erstellen von Bildern mithilfe von KI.
  • KI-Hintergründe: Benutzerdefinierte Hintergrundgenerierung.

Derzeit sind diese Funktionen auf einer Vielzahl von Samsung-Geräten verfügbar, darunter die Serien Galaxy S23, S24 und S25, die Z Fold- und Z Flip-Linien sowie ausgewählte Galaxy Tab-Modelle. Dieser weit verbreitete Einsatz zeigt das Engagement von Samsung, KI einer breiten Verbraucherbasis zugänglich zu machen.

Die RAM-Krise: Ein globaler Engpass in der Lieferkette

Der rasante Anstieg der KI-Einführung stellt eine beispiellose Belastung für die globale RAM-Lieferkette dar. Obwohl Samsung ein großer RAM-Hersteller ist, sieht es sich aufgrund der überwältigenden Nachfrage von KI-Rechenzentren und High-End-Geräten mit Engpässen konfrontiert. Der CEO erkannte die Situation an und erklärte, dass kein Unternehmen vor den Auswirkungen gefeit sei, und schloss mögliche Preiserhöhungen nicht aus.

„Da diese Situation beispiellos ist, ist kein Unternehmen vor ihren Auswirkungen gefeit.“ – TM Roh, Co-CEO von Samsung

Dies ist kein Einzelfall. Apples iPhone 16 erhöht den Arbeitsspeicher bereits auf 16 GB, um seine eigenen KI-Funktionen zu unterstützen, und der Speicherhersteller Micron hat sogar seine Verbrauchermarke Crucial geschlossen, um sich auf margenstärkere Unternehmenskunden wie OpenAI zu konzentrieren.

Der KI-gesteuerte Bedarf an Speicher

KI-Systeme, insbesondere solche, die große Sprachmodelle wie ChatGPT unterstützen, benötigen enorme Mengen an DRAM (dynamischer Direktzugriffsspeicher). Allein OpenAI wird voraussichtlich etwa 40 % der DRAM-Produktion der südkoreanischen Firmen Samsung und SK Hynix verbrauchen. Diese erschütternde Statistik verdeutlicht das Ausmaß der Nachfrage und den Druck, den sie auf die Hersteller ausübt.

Der Trend ist klar: Der KI-Boom ist nicht nur eine Software-Revolution; Es handelt sich um eine Hardware-Revolution, die Lieferketten umgestaltet und die Kosten in die Höhe treibt. Die Konvergenz von hoher Nachfrage und begrenztem Angebot wird wahrscheinlich zu Preiserhöhungen in mehreren Elektronikkategorien führen, darunter Smartphones, Computer und sogar Autos.

Fazit: Samsungs aggressive KI-Integration, gepaart mit dem breiteren branchenweiten RAM-Mangel, verdeutlicht einen grundlegenden Wandel in der Technologielandschaft. KI ist kein Zukunftsversprechen mehr; Es ist ein unmittelbarer Treiber der Nachfrage, der die Produktion, die Preisgestaltung und die Struktur des Elektronikmarktes verändert.