Starforge Explorer III Pro: Ein Hochleistungs-Gaming-PC, der Heimwerker-Builds herausfordert

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Vorgefertigte Gaming-PCs lassen sich in zwei Kategorien einteilen: solche von großen Herstellern wie Dell, HP und Lenovo – oft mit einzigartigem Design und kundenspezifischen Teilen – und solche von Boutique-Herstellern, die leicht verfügbare Komponenten kombinieren, manchmal in maßgeschneiderten Gehäusen. Der Starforge Explorer III Pro fällt eindeutig in die letztere Kategorie. Es basiert vollständig auf handelsüblicher Hardware und kann dennoch in Preis und Leistung nicht nur mit großen Marken konkurrieren, sondern auch mit denen, die selbst ein ähnliches System bauen.

Der Explorer III Pro bietet mit 3.900 US-Dollar ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und packt High-End-Komponenten in ein großes, aber gut verwaltetes Gehäuse. Kabelmanagement und Luftzirkulation sind hervorragend und verleihen dem System ein klares, zurückhaltendes Aussehen – eine willkommene Abkehr von allzu auffälligen RGB-Designs. Während ein kleinerer Formfaktor ideal gewesen wäre, bietet der Explorer III Pro Leistung mit minimalen Kompromissen.

Konfigurationen und Preise

Starforge bietet drei Explorer III Pro-Stufen: Core, Pro (hier im Test) und Elite. Alle nutzen das gleiche Kühlsystem, darunter ein Havn BF 360 Flow-Gehäuse, sechs Lüfter, einen 360-mm-CPU-Kühler Arctic Liquid Freezer II und ein MSI Z890 Tomahawk Wi-Fi-Motherboard mit Windows 11 Pro.

  • Kern (3.300 $): Intel Core Ultra 7 265K, 32 GB DDR5 RAM, 1 TB Speicher, RTX 5070 Ti GPU.
  • Pro (3.900 $): Intel Core Ultra 7 265K, 64 GB DDR5 RAM, 2 TB Speicher, RTX 5080 GPU. Dies ist die getestete Konfiguration.
  • Elite (6.000 $): Intel Core Ultra 9 285K, 64 GB DDR5 RAM, 4 TB Speicher, RTX 5090 GPU.

Die Preise von Starforge sind überraschend wettbewerbsfähig und erhöhen die Kosten für den Eigenbau desselben Systems nur um etwa 500 US-Dollar. Der jüngste Anstieg der RAM-Preise – der hier verwendete Teamgroup T-Create-Speicher kostete zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels 749 US-Dollar, ein Anstieg gegenüber historischen Tiefstständen unter 200 US-Dollar – trägt erheblich zu den Gesamtkosten bei. Bemerkenswert ist, dass der Explorer III Pro kurzzeitig sogar für 3.200 US-Dollar im Angebot war, was ihn günstiger als einen Selbstbau machte.

Leistung und Benchmarks

Der Explorer III Pro bietet dank seiner High-End-Hardware außergewöhnliche Leistung. Der Intel Core Ultra 7 265K bleibt dank des 360-mm-Kühlers auch unter Last kühl und die RTX 5080 wird nicht durch Leistung oder Luftstrom beeinträchtigt. In Benchmarks schneidet die CPU im Geekbench 6 und Cinebench R24 gut ab und kann sogar mit teureren Systemen wie dem Lenovo Legion Tower 7i Gen 10 und dem Alienware Area-51 mithalten.

Die grafische Leistung ist ebenso beeindruckend. Der Explorer III Pro erreicht mit der RTX 5080 erstklassige 3DMark-Ergebnisse und übertrifft andere vorgefertigte Systeme in den Tests Time Spy, Steel Nomad, Fire Strike Ultra und Speedway. Dies führt direkt zu einer überlegenen Gaming-Leistung.

Bei 1080p führt der Explorer III Pro Shadow of the Tomb Raider mit 251 Bildern pro Sekunde und maximalen Einstellungen aus. Sogar Assassin’s Creed Shadows behält mit aktiviertem Raytracing spielbare 45 fps bei 4K bei, die mit DLSS Balanced auf über 60 fps gesteigert werden können. Das System bewältigt moderne Titel problemlos und eignet sich daher sowohl für Wettkampf- als auch für Gelegenheitsspieler.

Allerdings ist der Explorer III Pro nicht der absolute Leistungskönig. AMD-Ryzen-Prozessoren haben in einigen Spielen immer noch die Nase vorn, insbesondere bei 1080p. Das heißt, wenn Ihre einzige Priorität maximale Bildraten sind, ist ein AMD-Build möglicherweise vorzuziehen.

Verarbeitungsqualität und Design

Der Explorer III Pro ist sauber zusammengebaut in einem geräumigen 68-Liter-Havn BF 360 Flow-Koffer, der problemlos große Komponenten unterbringt. Das Gehäuse verfügt über leise 180-mm-Frontlüfter hinter einem abnehmbaren, waschbaren Filter und einen gut gestalteten Luftstrompfad, der kühle Luft sowohl zur CPU als auch zur GPU leitet.

Die Ästhetik des Systems ist zurückhaltend: größtenteils schwarze Komponenten mit minimaler RGB-Beleuchtung. Die Kabelführung ist ordentlich, auch wenn hinter dem Motherboard ein wenig Unordnung herrscht. Das Gehäuse bietet ausreichend Erweiterungsraum mit drei zusätzlichen M.2-Steckplätzen, vier SATA-Anschlüssen und Platz für zusätzliche Laufwerke.

Die neun Lüfter des Explorer III Pro können unter Last etwas Lärm erzeugen, das Brummen ist jedoch nicht übermäßig laut oder schrill. Zur Konnektivität gehören zwei USB-A-Anschlüsse, ein USB-C-Anschluss und eine Headset-Buchse an der Vorderseite sowie eine ganze Reihe von Anschlüssen auf dem Motherboard, einschließlich Thunderbolt 4.


**Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Starforge Explorer III Pro eine überzeugende Kombination aus Leistung, Preis-Leistungs-Verhältnis und Verarbeitungsqualität bietet. Er ist eine ausgezeichnete Wahl für Gamer, die einen vorgefertigten High-End-PC suchen, der in Leistungsfähigkeit und Preis mit maßgeschneiderten PCs mithalten kann. Sein einziger wirklicher Nachteil ist seine große Größe, die jedoch durch sein beeindruckendes internes Design und seine Kühlfähigkeiten ausgeglichen wird.