Sicherheitsfrist für Windows 10: Was Benutzer jetzt tun müssen

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Microsoft hat eine kritische Sicherheitswarnung für die fast eine Milliarde Windows 10-Benutzer herausgegeben, die noch immer mit dem veralteten System arbeiten. Obwohl der offizielle Support im Oktober 2025 endet, bleibt eine beträchtliche Anzahl von Geräten weiterhin anfällig, und eine neue Frist rückt immer näher: Juni 2026. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die wichtigsten Secure Boot-Zertifikate ablaufen, wodurch Computer anfällig für Malware und Exploits werden.

Das Kernproblem: Ablaufende Sicherheitszertifikate

Die ablaufenden Zertifikate sind von grundlegender Bedeutung für die Überprüfung der Integrität der beim Start geladenen Software. Ohne gültige Zertifikate können Maschinen nicht zuverlässig bestätigen, dass sie sicheren Code ausführen. Microsoft bietet zwei Hauptlösungen an: ein Upgrade auf Windows 11 oder die Registrierung für das Extended Security Updates (ESU)-Programm.

Warum das wichtig ist: Abgelaufene Sicherheitszertifikate sind eine Hintertür für Angreifer. Sie umgehen den normalen Schutz von Windows und machen Geräte zu leichten Zielen. Aufgrund der weit verbreiteten Verwendung von Windows 10 handelt es sich hierbei um ein großes Risiko und nicht nur um ein Nischenproblem.

Erweiterte Sicherheitsupdates: Eine vorübergehende Lösung

Microsoft wird ein letztes Jahr Sicherheitsupdates für Windows 10 bereitstellen und den Schutz bis zum 13. Oktober 2026 verlängern. Benutzer können sich für das ESU-Programm anmelden, um über dieses Datum hinaus weiterhin Updates zu erhalten, es ist jedoch als kurzfristige Maßnahme konzipiert. Das Programm ist kein Ersatz für ein Upgrade auf ein unterstütztes Betriebssystem.

  • Das ESU-Programm kostet außerhalb Europas 30 US-Dollar pro Benutzer und ist dort derzeit kostenlos.
  • Benutzer können sich auch kostenlos registrieren, indem sie ihre Windows-Einstellungen auf OneDrive sichern oder 1.000 Microsoft Rewards-Punkte einlösen.

Registrierungsprozess: So bleiben Sie geschützt

Um sich bei ESU anzumelden, müssen Benutzer zunächst sicherstellen, dass sie die neueste Version von Windows 10 (22H2) ausführen. Anschließend können sie über Windows Update auf den Registrierungsassistenten zugreifen. Für den Vorgang sind Administratorrechte erforderlich.

Schritt für Schritt:

  1. Überprüfen Sie Ihre Windows-Version in den Einstellungen.
  2. Bestätigen Sie, dass die neuesten Updates über Windows Update installiert sind.
  3. Navigieren Sie in Windows Update zum Registrierungslink für erweiterte Sicherheitsupdates.
  4. Wählen Sie zwischen Bezahlen, der Nutzung von Microsoft Rewards oder dem Sichern der Einstellungen auf OneDrive.

Trotz der Ankündigung von Microsoft steht der Registrierungsassistent noch nicht allen berechtigten Benutzern zur Verfügung. Der Rollout ist im Gange und auf einigen Geräten wird die Option möglicherweise nicht sofort angezeigt. Microsoft bestätigt, dass daran gearbeitet wird, die Verfügbarkeit in den betroffenen Märkten wiederherzustellen.

Die kostenlosen Optionen: OneDrive-Backup und Prämienpunkte

Für Benutzer, die kostenlosen ESU-Zugriff wünschen, ist das Sichern der Einstellungen auf OneDrive die sinnvollste Option. Für einige Benutzer reichen die kostenlosen 5 GB Speicherplatz von Microsoft jedoch möglicherweise nicht aus, sodass möglicherweise ein kostenpflichtiges OneDrive-Abonnement erforderlich ist. Die Alternative, das Einlösen von 1.000 Microsoft Rewards-Punkten, ist ebenfalls verfügbar, erfordert jedoch eine erhebliche Investition in das Rewards-Programm.

Das Fazit

Das Ende der Lebensdauer von Windows 10 rückt immer näher. Während das Programm „Extended Security Updates“ eine vorübergehende Rettungsleine darstellt, bleibt ein Upgrade auf Windows 11 die langfristige Lösung. Benutzer müssen entschlossen handeln, um Sicherheitslücken zu vermeiden und sicherzustellen, dass ihre Geräte geschützt bleiben. Die Dringlichkeit ist real und eine Verzögerung der Maßnahmen könnte schwerwiegende Folgen haben.