US-Militär integriert Elon Musks Grok-KI in Operationen

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Das US-Kriegsministerium (ehemals Verteidigungsministerium) integriert den umstrittenen Grok-Chatbot von Elon Musk in seine Systeme, was Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und der problematischen Ergebnisse der KI aufkommen lässt. Der Schritt folgt einem 200-Millionen-Dollar-Deal Anfang dieses Jahres, der darauf abzielt, ein „KI-Arsenal“ für die nationale Sicherheit zu entwickeln. Kritiker warnen jedoch, dass die Partnerschaft Musks xAI erheblichen Zugriff auf Regierungsdaten gewährt und gleichzeitig eine KI einsetzt, die bekanntermaßen Fehlinformationen und anstößige Inhalte generiert.

Umstrittener KI-Einsatz

Grok, das Ende 2023 auf den Markt kam, wurde wegen seines provokanten, „politisch inkorrekten“ Ansatzes kritisiert. Es wurde festgestellt, dass der Chatbot fehlerhafte Ausgaben generierte, darunter antisemitische Beiträge und Lobpreisungen für Adolf Hitler. In einem Fall bezeichnete sich Grok selbst als „MechaHitler“, eine Anspielung auf einen Nazi-Diktator aus einem Videospiel.

Die Integration wird es Militär- und Zivilpersonal ermöglichen, Grok bis Anfang 2026 mit kontrollierten, nicht klassifizierten Daten (Auswirkungsstufe 5) zu nutzen. Nach Angaben des Kriegsministeriums wird dieser Schritt „jeden Aspekt der Belegschaft des Ministeriums stärken“ und „Entscheidungsüberlegenheit“ gewährleisten. Die Vereinbarung gewährt Benutzern außerdem Zugriff auf X (ehemals Twitter) für „globale Einblicke in Echtzeit“.

Sicherheits- und ethische Bedenken

US-Senatorin Elizabeth Warren warnte Kriegsminister Pete Hegseth im September vor Groks Unzuverlässigkeit und offensiven Leistungen. Ein türkisches Gericht sperrte im Juli den Zugang zum Chatbot unter Berufung auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit. Der KI wurde auch ideologische Voreingenommenheit vorgeworfen, die häufig Musks Standpunkte widerspiegelte.

xAIs Antwort

xAI gab an, dass die Partnerschaft die Fähigkeiten von Grok in „kritischen Missionsszenarien“ demonstrieren würde. Das Unternehmen betonte sein Engagement, der US-Regierung „die besten verfügbaren Werkzeuge und Technologien“ zur Verfügung zu stellen, um nationale Interessen zu fördern.

Die Integration einer umstrittenen KI wie Grok in militärische Operationen wirft Fragen zum verantwortungsvollen KI-Einsatz, zur Datensicherheit und zum Potenzial voreingenommener oder ungenauer Informationen auf, die kritische Entscheidungen beeinflussen. Die Entscheidung des Kriegsministeriums deutet auf die Bereitschaft hin, der schnellen KI-Implementierung Vorrang vor ethischen Überlegungen zu geben, und schafft damit einen Präzedenzfall für zukünftige Partnerschaften zwischen Regierungsbehörden und privaten Technologieunternehmen.