Die alte SaaS-Gruppe wird von Investoren gespenstisch. Es ist ohnehin die vorherrschende Weisheit.
Ariel Katz hat es nicht drauf. Er leitet H1, ein neun Jahre altes Unternehmen für Gesundheitsdaten. Er glaubt, dass die Branche eine faule Annahme macht. Dass jedes Workflow-Softwareunternehmen dank KI einfach Vibe-Code in Vergessenheit geraten lassen kann.
Katz hat Recht.
„Wenn Sie ein Workflow-SaaS betreiben, könnten Sie das per Vibe-Code programmieren.“
Das ist seine Aussage zu TechCrunch. Aber ein Datenanbieter zu sein ist etwas anderes. Ganz anders. Sie können Vertrauen nicht codieren. Man kann jahrelang unordentliche proprietäre Daten über Ärzte auf der ganzen Welt nicht mit einem Vibe-Code versehen.
Manche nennen dies vielleicht eine eigennützige Einstellung. H1 verkauft Arztinformationen an Pharmaunternehmen, Versicherer und Krankenhaussysteme. Es ist ihre ganze Aufgabe. Aber Katz besteht darauf, dass Claude oder das neue KI-Modell, das morgen auf den Markt kommt, ihn nicht holen wird.
Eigentlich ist das Gegenteil der Fall.
KI-Entwickler benötigen die Daten von H1. Es handelt sich wahrscheinlich um Kunden, nicht um Konkurrenten.
Die von H1 gesammelten Daten sind für Hersteller von KI-Modellen wertvoller als für Konkurrenten.
CVS Health Ventures stimmte ihm zu. Sie führten eine 40-Millionen-Dollar-Runde an.
Das ist wichtig. Es beweist, dass die „SaaS-Apokalypse“ ein Mythos ist, wenn Sie über echte Vermögenswerte verfügen.
H1 wollte nicht einmal erhöhen. Sie haben im vergangenen Jahr Cashflow und EBITD in die Gewinnzone gebracht. Das Wachstum liegt für dieses Jahr bei über 40 Prozent.
Warum also das Geld nehmen?
Der Partner war wichtiger als das Kapital. Die Zusammenarbeit mit CVS, einem der größten Gesundheitsgiganten der Welt, war zu schön, um darauf verzichten zu können.
Traditionelle VCs jagen jedoch immer noch den glänzenden KI-Spielzeugen hinterher. Anderswo geht der Bewertungswahn weiter.
Das erste Halbjahr wurde zuletzt im November 2021 mit unglaublichen 750 Millionen US-Dollar bewertet, als Altimeter Capital eine 100-Millionen-Dollar-Runde anführte. Das war die Peak-Blase. Höhepunkt des Covid-Chaos.
Die Zeiten haben sich geändert.
Die Bewertungen sanken. Die Zinssätze stiegen. Die Geduld verschwand.
Doch hier ist ein neun Jahre altes Unternehmen, das einen bedeutenden Teil der Veränderung erzielt, nicht weil es ein neues neuronales Netz erfunden hat, sondern weil es die Schlüssel zu einem Datensatz enthält, den niemand sonst fälschen kann.
Werden dadurch die alten SaaS-Modelle obsolet? Oder nur die langweiligen?
H1 setzt auf Letzteres. Und anscheinend tut CVS das auch.





























