Wie das BIOS Ihr Betriebssystem lädt und warum es wichtig ist

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Sie drücken den Power-Knopf. Die Fans drehen sich. Die Lichter blinken. Aber bevor Sie ein Logo oder einen Desktop sehen, erledigt etwas Uraltes die schwere Arbeit.

Es ist keine Zauberei. Es ist das BIOS.

Die meisten Menschen betrachten ihr Betriebssystem als das Gehirn des Computers. Sie liegen falsch. Das Gehirn existiert beim Start noch nicht einmal. Das BIOS tut es. Seine Hauptaufgabe besteht darin, das Betriebssystem zu laden. Ohne sie ist Ihre Festplatte nur eine stille Box aus Magnetplatten oder Flash-Chips. Der Mikroprozessor hat keine Ahnung, wie er sie lesen soll. Es braucht Anweisungen. Das BIOS stellt sie bereit.

Aber es zeigt mehr als nur auf den Bootsektor.

Wenn Sie Ihren PC einschalten, führt das BIOS eine bestimmte Sequenz aus. Es handelt sich um eine Checkliste, die verhindert, dass Ihre Hardware auseinanderfällt, bevor Sie überhaupt einen Browser-Tab geöffnet haben.

Die Boot-Sequenz erklärt

Der Prozess beginnt mit dem CMOS-Setup.

Dies ist ein winziger 64-Byte-RAM-Bereich auf Ihrem Motherboard. Es speichert benutzerdefinierte Einstellungen. Ihre Systemzeit. Ihre Boot-Reihenfolge. Hardware-Macken. Das BIOS liest diese Daten zuerst, um seine Standardprogrammierung anzupassen. Wenn Sie die Startpriorität geändert haben, um von einem USB-Laufwerk statt von Ihrer SSD zu starten, ist diese Entscheidung hier verankert.

Sobald das CMOS überprüft wurde, beginnt das BIOS mit der Initialisierung der Hardware.

Es lädt Interrupt-Handler. Dabei handelt es sich um kleine Softwareteile. Sie fungieren als Übersetzer. Wenn Sie eine Taste drücken, geht das Signal nicht direkt an Windows oder Linux. Es geht an den Tastatur-Interrupt-Handler. Der Handler teilt der CPU mit, was gerade passiert ist, und gibt es weiter. Ohne diese Handler wäre Ihr Computer blind und taub.

Dann lädt es Gerätetreiber. Diese identifizieren grundlegende Hardware. Die Tastatur. Die Maus. Die Festplatte. Das Diskettenlaufwerk (ja, auch wenn Sie keins mehr haben, der Code ist immer noch da).

Das BIOS prüft auch, ob andere BIOS-Chips vorhanden sind. Wenn Sie über eine Grafikkarte oder einen SCSI-Controller mit eigener Firmware verfügen, werden diese vom Haupt-BIOS aktiviert. Dadurch wird sichergestellt, dass jede Hardware mit dem Rest des Systems kommunizieren kann.

Warum BIOS existiert

Der Name selbst verrät es. Grundlegendes Eingabe-/Ausgabesystem.

Es bietet Routinen auf niedriger Ebene. Dies sind die Anweisungen, die das Betriebssystem für die Verbindung mit der Hardware verwendet. Speziell beim Booten. Es verwaltet die Tastatur. Der Bildschirm. Die seriellen und parallelen Ports.

Es handelt sich um eine spezielle Software. Normalerweise wird es auf einem Flash-Speicherchip auf dem Motherboard gespeichert. Manchmal ist es ROM. Dieser Speicherort ist von entscheidender Bedeutung, da er das Erste ist, auf das die CPU zugreifen kann. Es ist unabhängig vom Hauptspeicher.

Schatten und Geschwindigkeit

Es gibt einen Haken beim BIOS-Code. Es lebt von langsamen Speicherchips.

Aber die CPU will Geschwindigkeit.

Das BIOS kopiert sich also selbst in den RAM. Dieser Vorgang wird Shadowing genannt. Durch die Ausführung im RAM anstelle des langsamen EEPROM- oder Flash-Chips werden die BIOS-Routinen viel schneller ausgeführt. Die CPU kann Signale von und zur Hardware abfangen, ohne darauf warten zu müssen, dass der Motherboard-Chip aufholt.

Der Power-On-Selbsttest

Bevor das alles passiert, gibt es den POST.

Selbsttest beim Einschalten.

Das BIOS überprüft jede wichtige Komponente. Erinnerung. CPU. Tastatur. Maus. Es stellt sicher, dass nichts kaputt ist. Wenn sich ein Lüfter nicht dreht oder ein Speicherstick locker ist, piept das BIOS oder zeigt einen Fehlercode an. Es ist der Pförtner.

Wenn der POST erfolgreich ist, bestimmt das BIOS, welche Geräte bootfähig sind. Es sucht nach einem Bootsektor. Anschließend wird die Bootstrap-Sequenz eingeleitet.

Dadurch wird die Kontrolle an das Betriebssystem übergeben.

Warum Sie sich darum kümmern sollten

Möglicherweise denken Sie nicht oft an das BIOS. Das musst du nicht. Aber es ist die Brücke.

Es verbindet Ihre physische Hardware mit der Software, die Sie täglich verwenden. Wenn Sie eine neue GPU installieren, muss das BIOS auf dieser Karte gut mit dem Motherboard-BIOS zusammenarbeiten. Wenn Sie Ihre Treiber aktualisieren, ersetzen Sie im Wesentlichen die Software, die früher vom BIOS verwaltet wurde.

Die CMOS-Einstellungen können das Verhalten Ihres Computers ändern. Übertakten? Das passiert im BIOS. Sicherer Start? Das ist eine BIOS-Funktion.

Es ist alte Technologie. Aber es ist immer noch das Fundament.

Ohne das BIOS gibt es keinen Computer. Nur eine Ansammlung teurer Teile, die auf Anweisungen warten, die nie kommen werden.

Wenn Sie also das nächste Mal diesen Piepton hören, hören Sie zu. Es ist kein Fehler. Es ist nur das System, das aufwacht. Bereit zum Laden des Betriebssystems. Bereit zur Arbeit.

Oder auch nicht. Wenn der POST fehlschlägt, sind Sie auf sich allein gestellt. Der Bildschirm bleibt schwarz. Die Fans drehen sich. Und Sie müssen herausfinden, was kaputt gegangen ist.