Wie IMVU Text-Chat in soziale 3D-Welten verwandelte

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Instant Messaging gibt es schon seit Jahrzehnten. Erst Ende der 1980er-Jahre gelangte es in die breite Öffentlichkeit. Der Vorgänger von America Online, Quantum Link, bot ein Benutzer-zu-Benutzer-Nachrichtensystem, das alles veränderte. Spätere Clients fügten Dateiübertragungen, Fotos, Audio und Video hinzu. Doch der Kern von AIM, ICQ und Yahoo! Der Messenger-Text wurde weiterhin in ein Fenster eingegeben.

Stellen Sie sich vor, diese Worte würden in Luftballons erscheinen, die über Ihrem Kopf schweben. Nicht dein eigentlicher Kopf. Der Kopf eines benutzerdefinierten Avatars. Dieser Avatar sitzt auf einem Sofa. Es hängt mit anderen in Themenzimmern zusammen. Es lacht. Es umarmt. Es tanzt.

Dies ist die Prämisse hinter IMVU. Das 2004 eingeführte Unternehmen hat soziale Netzwerke durch 3D-Grafiken neu interpretiert. Während andere Messenger einfache Symbole zuließen, sind IMVU-Avatare vollständig animiert und dreidimensional. Sie drücken Stimmungen autonom aus. Sie interagieren in Echtzeit mit Umgebungen und anderen Benutzern.

Die Plattform bezeichnet sich selbst als „3D-Avatar-Chat-Instant-Messenger- und Anziehspiel“. Individualisierung ist der Haken. Sie chatten nicht nur; Sie kuratieren eine digitale Identität. Die Strategie funktioniert. IMVU gibt weltweit über 30 Millionen Nutzer an. Es ist auch sehr profitabel. Im Juni 2008 erreichte der monatliche Umsatz 1 Million US-Dollar. Best Buy investierte später 10 Millionen US-Dollar in Risikokapital, um das Wachstum zu unterstützen.

Über Chatrooms und Foren hinaus bietet IMVU Blogs, Bildergalerien und Musikintegration. Es fungiert als kreativer Marktplatz. Grafikdesigner können Assets erstellen und diese direkt an Benutzer verkaufen. Diese Wirtschaft fördert das Engagement. Der Inhalt sorgt dafür, dass Benutzer immer wieder zurückkommen.

Wir werden untersuchen, wie man sich in diesem Raum zurechtfindet. Wir werden sehen, warum es eine dominierende Kraft in der sozialen Online-Interaktion bleibt.